
Margaret River – Lancelin 395km
Lancelin – Dongara 238km
Dongara – Kalbarri 231km
Kalbarri – Denham 375km
Kalbarri – Denham 375km
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Zwischenbilanz 1239km
Da sitze ich nun.
1009 Km von Margaret River
entfernt, schlürfe Kaffee und blicke über die wunderschöne Bucht von Denham. So heißt der Ort vor
Monkey Mia, das auf dem Weg hoch in den Norden die Touristen mit
Delfinen lockt.
Jeden Tag werden sie früh morgens gefüttert und die Touris dürfen abwechselnd ins Wasser steigen und sie
streicheln. Ich würde gerne ein paar schöne Bilder machen.
Morgens ist es so kalt,
dass ich meist schon um fünf Uhr aus dem Zelt schlüpfe, um die Wärmflasche erneut zu füllen. Sollte also kein Problem sein bis acht Uhr geduscht, Tee getrunken, mein Zelt
abgebaut und verstaut zu haben.
Morgiger Programmpunkt:
Delfin Tourist! (oder auch nicht)
Heute ist es bewölkt, was keinesfalls die Schönheit der Aussicht schmälert. Wäre es hier nicht so kalt,
würde ich schnorcheln gehen. Hier ist das Wasser schön klar, seicht und überall Riffe.
Später werde ich die
Küste entlangwandern und noch mehr Muscheln sammeln. Vielleicht
sollte ich noch eine Kiste Klamotten heim schicken, damit ich die
Tonnen von Sand und Muscheln heimbringen kann.
Das ist ein irre langer Strand voll mit Muscheln. Dort kann man tief graben und trotzdem nur Muscheln in den Händen halten. Es sind keine großen, sondern viele kleine. In der Größe unserer kleinen Hausschnecken.
Viele Besucher werden dort
kreativ, indem sie mit den helleren Muscheln, meist Schriftzüge, auf
die dunkleren Bereiche streuen.
Das habe ich natürlich auch gemacht!
Was ich bisher auf dem
Roadtrip erlebt habe, war nicht sonderlich spanned. Die einzigen kuriosen
Momente waren einmal ein Jogger der, als ich ihn überholte, aussah als
würde er mit einer olympischen Fackel unterwegs sein. Mitten im Nirgendwo. Das andere mal, ein
unglaublich langsames, blickendes auf mich zurollendes Wohnmobil. Wo mir der Mann im Rennradler-Outfit, auf einem riesigen Einrad, erst auffiel als ich schon fast vorbei war.
Auf dem Weg nach Kalbarri
wo ich das erste mal Zelten wollte, überquerte ein Ameisenigel
gemächlich die Straße. Ich hielt an, um ein Bild von ihm zu machen.
Er legte sich mitten auf die Straße und rührte sich nicht mehr. All meine Bemühungen ihn von der Straße hinunter zu bekommen, schlugen fehl. Also blieb mir nichts anders übrig,
als weiter zu fahren. In der Hoffnung, niemand anderes fährt vorbei und macht ihn platt. Ich glaube er hat es überlebt, in den zwei Stunden die ich auf der Straße unterwegs war, kamen mir nur dreimal Autos entgegen.
Ansonsten hätte ich kurz
nach Kalbarri fast einen Ziegenbock gerammt, er meinte wohl es sei todsicher fünf Meter vor meinem Auto über die Straße zu springen. Mein Auto überstand das nur, da wir den Spazierfahrgang drinnen hatten und die Aussicht genossen.




