Vermutlich haben sich das,
die ein oder anderen (nicht dem Facebook verfallenen), da draußen
gefragt.
Ich war im Sumpf des Alltags gefangen. Und das mitten zwischen den traumhaften Stränden von Australien. Kaum zu glauben? War aber so!
Ein Jahr und sieben Monate nannte ich Margaret River meine Heimat. Es hatte mich, wie so viele andere
vor mir, in seinen Bann gezogen.
Was ist passiert im letzten Jahr?
Wie sich der ein oder andere erinnern kann:
In Clairault, begann mit
dem Verkauf von Wein, der Weinwahn.
Neben dem studieren von Weinbüchern, belegte ich auch einen Kurs am
Campus von Margaret River. Abends wurden dort die „basics“ des
Weinmachen's erläutert und wir haben viele Weine probiert,
beschrieben und benotet. Natürlich war es nicht genug aus
Büchern zu lernen, ich bin ein praktisch veranlagter Mensch und so probierte ich alles aus.
Weintrauben
pflücken (Sklavenarbeit!), Arbeit im Weinberg (Pflanzen von jungen Weinreben, etc.) und sogar an der bottleline habe gearbeitet.
Mein größter Wunsch war
es „vintage“ zu machen, um die Bereiche rund ums Weinmachen zu komplimentieren.
Vintage ist crazy! Vintage ist, während der Ernte im Weinkeller zu arbeiten (crazy). Hier werden die gepflückten Trauben rund um die Uhr geliefert und verarbeitet. Als außenstehender kann man sich nicht vorstellen, was alles
mit dem Wein passiert, bevor er in der Flasche landet. Menschen die vintage arbeiten sind alle ein bisschen verrückt. Ich glaube das muss man sein, sonst hält man es nicht durch. In dem Weingut eines Bekannten gibt es die Regel, dass man sich während der vintage nicht rasieren darf. Verrückt! Gut das mir keiner wächst! Ob's dem Glück wirklich auf die Sprünge hilft, sei ebenfalls dahin gestellt.
Zurück zu meinem Traum im
Weinkeller (da fängt es schon an, es ist gar kein Keller!) zu
arbeiten. Es ist gar nicht so leicht, ohne Erfahrungen, einen Job zu
bekommen. Ich hatte ein bisschen Glück und Vitamin B, durch meinen Job bei dem Weingut Vasse Felix, was das älteste in unserer Region ist.
VINTAGE, also ja ich bin froh das ich nun hier liege und sagen kann es ist vorbei. Was für eine verrückte Zeit. Freunde rieten mir essen vor zu kochen und zu gefrieren.
Ich tat das als winemakerhype (Die spinnen die winemaker) ab.. Mein
Fehler!
Für ca. 3
Monate war ich praktisch aus dem Verkehr
gezogen, 5 waren es insgesamt.
Meine meist 12 Stunden
täglich, waren sechs Tage die Woche. Ich bin Abends oder Morgens, je
nach Schicht, todmüde ins Bett gefallen. Habe die Nacht durch, von
Pumpen und Tanks, geträumt.
Ich glaub mir hat der Lärm
fast mehr zu schaffen gemacht, als die harte körperliche Arbeit. Crusher, Pumpen (meist 6-7 um einen herum) und die Pressen.
Den
ganzen Tag über, habe ich unzählige von 6 bis zu 20 Meter langen
Schläuche, durch die nicht gerade kleine winery gezogen. Eimerweise schleppte ich Säuren, Tannine und anderen Zusätze (die ihr gar nicht wissen wollt), die Treppen hinauf, um sie oben in die Tanks zu kippen. Die ersten
Wochen bin ich vermutlich, alle 10 Minuten ein Minimum von 40
Treppenstufe hinauf und hinunter gestiegen.. so ging das von Februar
bis Anfang Juni.
Wie auch immer: I made it!
Ich habe mir einen
weiteren Traum erfüllt! Jetzt mache ich Urlaub und jage den nächsten. Ya-Ha!

o wie süss der teddy aufem foto
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