Montag, 23. Januar 2012

One day in pictures - Ein Tag schön wie eine Woche Urlaub

Gestern habe ich einen wunderschönen Mädelstag mit Anika verbracht. Geplant war eigentlich nach dem Frühstück ein Weintasting zu machen und dann Nachmittags Kanu zu fahren. Gekommen ist es ganz anders. Um 10 Uhr saßen wir in unserer kleinen und schnuckligen Lieblingsbäckerei in Margaret River. Die Zeit verflog zwischen leckeren Croissants, Tee und Kaffee.
Nach einer gemütlichen Fahrt raus aus
Margaret River, kamen wir in der Winery Stella Bella an. Die Winery hat mir John (einer unserer anderen Cellar Door in Clairault) empfohlen und Anika wollte ebenfalls dort probieren, da die Winery ebenfalls im Lonely Planet zu finden ist.


In Stella Bella gibt es drei verschiedene Label (http://www.stellabella.com.au/)

Suckfizzle: Diese Weine sind qualitativ die besten und überdurchschnittlich gut. Quasi die Flaggschiffe der Winery.
Stella Bella: Qualitativ hochwertig, von verschiedenen guten Blocks der Gegend.
Skuttlebutt: Trauben verschiedenster Winzer aus der Gegend rund um Margaret River. 

Diese Weinmarke soll eher die jüngeren Generationen ansprechen und ist deutlich günstiger als die ersten beiden.

Wir haben recht lange in dem kleinen Häuschen verbracht und uns mit der netten Dame über alles mögliche Unterhalten. Als eine große Tourgruppe eintraf, verabschiedeten wir uns von ihr. Mit zwei Flaschen Wein ging es zurück Richtung Margaret River. Wir fuhren nicht weit. Anika hatte auf dem Hinweg ein Schild mit Coffeetasting entdeckt.



Wir landeten in einem total netten Cafe
(http://www.yahava.com.au),
mit eigener Röstmaschine und einer riesen Auswahl an Kaffee und Merchandise. Wir besitzen nun die gleiche Tasse mit dem Schriftzug: Give me koffee and no-one get hurts (ka warum sie coffee mit k schreiben)
Oder irgendwie so. Jetzt muss ich mir im Hostel keine Gedanken mehr machen wo ich eine große und saubere Tasse her bekomme.

Nach einer weiteren Stunde ging es weiter zu Clairault.
(http://www.clairaultwines.com.au/) Ich wollte Anika gern meinen Arbeitsplatz live zeigen und sie sollte unbedingt ein paar unserer Weine testen. In Clairault verweilten wir nicht all zu lange. Es gab ein kleines und, im Vergleich zum ersten Winetasting und Coffeetasting, kurzes tasting.

Nach Clairault ging es zum Moses Rock. Wir brauchten ein bisschen frische Luft und so einen schönen Strand durfte sich Anika hier nicht entgehen lassen. So kam es das mein braves Auto ein weiteres mal über die Gravelroad hinunter Richtung Strand zuckelte. Wirklich lange waren wir dort nicht.

 Die sengende Hitze und der
Wassermangel hat uns weiter nach
Hay Shed Hill 
(http://www.hayshedhill.com.au/) getrieben. Dort gab es ein ziemlich spätes lunch (15 Uhr). Neben Sourbread, Olivenöl und Dukkah, gab es superleckere Pizza und einen grandiosen Ausblick auf die Weinhügelchen.





In Margaret River wurde noch Hackfleisch und Spaghetti bei coles fürs Abendessen gekauft und im Hostel Bikini und Strandtuch geschnappt. Anika ist Joggen gegangen und ich habe eine Stunde Yoga am Strand gemacht. Zum Abendessen gabs Spaghetti Bolognese und ein paar Runden Uno mit den Taiwanesischen Girls.

What a day!



Donnerstag, 19. Januar 2012

Clairault - gimme more




Die dritte Woche bei Clairault, endet für mich morgen.
Mein Fazit:
Ich bin ein echter Glückspilz!

Mein Arbeitsplatz ist auf einem wunderschön gelegen Weingut. Ich arbeite dort als Weinverkäuferin (im Cellar Door sales) in einem schön eingerichteten Gebäude und genieße jede Stunde Arbeit. Am liebsten würde ich dort täglich arbeiten.
Neben einem atemberaubenden Ausblick auf die rund herum liegenden Weinfelder, gibt es noch ein empfehlenswertes Gourmetrestaurant. Seit ein paar Tagen verkaufen wir neben einigen anderen Büchern, auch einen Margaret River Gourmetführer (Ich nenn das Buch jetzt einfach mal so, denn ich habe überhaupt keine Ahnung wie der Titel heißt), in dem unser Koch zu finden ist. Klasse oder?



Meine Aufgaben dort sind in erster Linie die „tastings“. Das heißt, wenn Besucher kommen, die unsere Weine probieren wollen, bespaße ich sie mehr oder weniger mit Wissen (es wird von Tag zu Tag mehr). Mir fällt auf das man am besten die Weine verkauft, die einem selbst am besten schmecken. So bin ich zu unserem Cape Pink und Petit Verdo seller geworden.



 Die meisten Leute kaufen 1-4 Flaschen Wein, nur ein oder zweimal am Tag verkaufen wir eine ganze Kiste. Ich vermute das die meisten von Weingut zu Weingut pilgern und überall ein bisschen was kaufen. Neben dem tasting bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt unsere Riedelgläser aus der Spülmaschine zu holen und zu polieren. Bisher ist mir noch keines Zerbrochen. Toi toi toi ;)


Wenn mal keine Gäste für mich in Sicht sind, fülle ich die Weinregale und Kühlschränke auf und checke die Mitbringsel Regale. Zu tun gibt es immer irgendwas und mir ist das ganz recht. So geht der Tag schnell vorbei.
Falls es mal wirklich gar nichts zu tun gibt, schnapp ich mir meine Notizen und studiere die Weine.


Ein netter Nebeneffekt ist. Die Rotweine die
Abends weniger als die hälfte Inhalt aufweisen, 
kann ich mitnehmen. Die letzte Flasche war $60  wer. Das ist doch mal was. :D

Ich bin gespannt was sich aus dieser Arbeit noch entwickeln wird. Derzeit arbeite ich mich durch eines der besten australischen Bücher über Weine. "a good nose & great legs - the art of wine, from the vine to the table" von Robert Geddes.



Wenn ich das durch habe und mich das ganze
immer noch interessiert, werde ich evtl über eine Ausbildung oder ein Studium in die Richtung nachdenken. Nun bevor es soweit ist habe ich 303 Englische Seiten vor mir. Ich werde ich wissen lassen wie das ausgeht. 



Donnerstag, 12. Januar 2012

Around Margaret River – tanken tanken tanken

Die letzte Woche war ich unterwegs nach Busselton, der nächstgrößeren Kleinstadt hier im Gebiet, um mir schwarze Schuhe für die Arbeit zuzulegen. Gelandet bin ich in Dunsbourogh, was nicht wirklich der Plan war. „Nun hier angekommen, da kann ich mir das ganze auch mal ansehen.“ Es liegt direkt am Strand, hat einige Surfshops und viele nette Kaffees und Restaurants zu bieten. Fazit: Nettes Plätzchen und teure Shops
Nach dem shopping in Busselton habe ich mir einen Muffin gegönnt. Der war richtig lecker, was mich nur wundert, die packen hier noch extra Butter und eine Plastik Messer mit ein. Als wär das Ding ohne Butter nicht schon fettig genug! Naja, wem`s schmeckt..
Nach meinem guten Schokochip Muffin, bin ich Kreuz und Quer über die kleinen Straßen gefahren und habe die wunderschöne Gegend genossen. Wenn einem auf so einem Wegelchen ein Laster mit 100 Sachen entgegen rauscht, bleibt auch nichts anderes zu tun als schnell links ran zufahren und die Fenster zu schließen. Anschließend kann man ein kleines Nickerchen im Auto machen, bis sich der aufgewirbelte rote Staub gelegt hat.
Richtig gut hat mir der „Moses Rock“ Strand gefallen. Von der Hauptstraße geht es schnurgerade an Richtung Meer auf eine gravel road und runter zum Strand. Ich glaube ich bin schon recht gutgläubig was mein kleines racer retro car angeht, aber bisher hat er mich noch nicht im Stich gelassen (außer ich vergesse mal das Licht über Nacht auszumachen). Unsere erste gravel road steil Bergab hat er mit Bravour gemeistert (wir sind auch den Berg wieder hochgekommen, da war ich mir ja nicht so ganz sicher ;) ).


Vorgestern waren wir wieder zu zweit auf einer gravel road unterwegs und das bestimmt eine Stunde lang mit 10-20 km/h. Ein Mitarbeiter vom Campingstore, hat mir von dieser wunderschönen Straße durch den Wald und einem etwas versteckten lookout erzählt. An dem Tag war es ziemlich heiß und keiner hatte Lust mich zu begleiten. Also ging es alleine ewig über diese Straße, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war. Ich konnte die Umgebung genießen und solange an einer Stelle verweilen und Fotos schießen, wie ich wollte.
Der lookout lag auf einem Hügel, umsäumt von grünen Bäumen. Ich hatte einen fantastischen Blick auf das Meer. Der Blick ins Inland war mäßig spannend und so ging es Richtung Hauptstraße, um noch an einen Strand zum schwimmen zu kommen.
Mein Ziel war Hamelton Bay, ich hatte schon mehrmals gehört, dass dieser Strand wirklich sehr schön sein soll. Er war es. Weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Einziger Nachteil, ein Windhauch und ich war mit feinstem Sand bedeckt. Der war praktisch überall. Arme Kamera.
Nächste Woche werde ich mir mal eine der Höhlen ansehen.

Sonntag, 1. Januar 2012

home sweet home

Frohes Neues euch Lesern.
Gerade sitze ich in meinem tollen Retrocar auf einem einsamen und schattigen Parkplatz in Margaret River und genieße die Briese. Lange sollte ich hier allerdings nicht rumsitzen. Im Kofferraum liegen ein paar Einkäufe.
Ich bin am Silvestertag umgezogen und zwar vom Dorm ins Zelt. Letzte Woche kaufte ich mir das gleiche, welches auch drei andere aus dem Hostel haben. 4x das gleiche Zelt. Sieht lustig aus. Ich spare mir so 17$ die Nacht!
Mein Zelt steht zwischen ein paar Bäumen, auf der "camping-area". Die ist zur Zeit allerdings ein einziger Erd-Aschehaufen. Einen guten und möglichst schattigen Platz zu finden ist gar nicht so einfach. Mein Zelt steht für meinen Geschmack viel zu nahe an einem anderen Zelt und am Parkplatz, aber viele andere ebene Möglichkeiten gibt es auch nicht. :(
Anyway, ich hab nun meine eigenen vier Wände und bin super happy damit! Große Matratze, Sternenhimmel etc. Das einzige was ich noch nicht so hinbekomme, ist Nachts nicht zu frieren. ;) Habe mir nach der ersten Nacht eine Decke von Will ausgeliehen (Manager vom Surferpoint). Leider hat die es irgendwie auch nicht gebracht. Oo Ich vermute die Kälte kommt von unten. Werde da heute nochmal umbauen. Wahrscheinlich umsonst, denn das regnerische Wetter ist vorbei und heute haben wir es wieder wunderbar warm.